Warzen

Gefahrenzone Freibad

Von Luisa Gerber · 2019

Endlich ist der Sommer da. Die Zeit im Jahr, um Haut zu zeigen. Und dann das: „Hilfe, Warzen! Wie unangenehm!“ Die unschönen Hautwucherungen zeigen sich besonders gerne zwischen den Zehen, an der Ferse oder den Fingern. Warum man im Freibad aufpassen sollte und wie man die lästigen Übeltäter schnell wieder loswird.

Planschende Füße im Freibad, wo Warzen schneller übertragen werden
Warzen treten besonders häufig an Füßen und Händen auf. Foto: iStock/sakkmesterke

Es gibt kaum jemanden, der in der Schulzeit nicht mit ihnen konfrontiert worden ist, aber auch Erwachsene sind nicht vor ihnen gefeit: Die Rede ist von Warzen. Das sind gutartige Hautwucherungen, die in unterschiedlichster Form auftreten können. Am verbreitetsten sind die vulgären Warzen, die gerne an Fingern und im Gesicht auftauchen, und die besonders häufig an Fußsohlen aufzufindenden Dornwarzen. Die meisten Warzenarten entstehen durch die Ansteckung mit verschiedenen Untertypen des Humanen Papillomvirus (HPV). Der Virus dringt durch kleine Verletzungen in der Hautoberfläche in den Körper ein und sorgt für Wucherungen der obersten Hautschichten, die besonders bei Kindern und Jugendlichen vermehrt auftreten. 

Warzen: Achtung Ansteckungsgefahr

Der Virus wird über eine Schmierinfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Dies geschieht sowohl direkt über Hautkontakt als auch durch das Berühren infizierter Gegenstände oder Böden. Da die Ansteckung an den unterschiedlichsten Orten und durch verschiedene Faktoren erfolgen kann, ist davon auszugehen, dass der Großteil der Bevölkerung früher oder später mit dem HPV-Virus in Berührung kommt. Bei Schulkindern geht man bereits von 20 bis 30 Prozent Betroffenen aus. Dass vor allem Kinder und Jugendliche betroffen sind, liegt zum einen daran, dass diese unbewusst unvorsichtiger hinsichtlich der Ansteckungsgefahr sind. Alleine das mit betroffenen Freunden geteilte Handtuch im Freibad kann zu einer Ansteckung mit Warzen führen. Ebenso das Barfußgehen in Saunen und Umkleiden. Zum anderen spielt ein intaktes Immunsystem eine Rolle, weshalb Kinder, aber auch ältere Menschen und chronisch Kranke eine erhöhte Anfälligkeit für Warzen aufweisen. 

Entfernen oder sich selbst überlassen?

Die gute Nachricht: In den meisten Fällen sind die Hautknötchen absolut ungefährlich und werden vom Körper selbst wieder „beseitigt“. Allerdings kann sich der Prozess über mehrere Jahre hinziehen. Daher sind spezielle Tinkturen aus der Apotheke, Vereisungen oder das chirurgische Entfernen die bessere Wahl. Von der Behandlung abgesehen sollte eine Warze in Ruhe gelassen werden, denn sie ist nicht nur für andere ansteckend, sondern auch für einen selbst. So können aus einer Warze schnell einmal 10 bis 15 werden. Darum sollten, im Falle einer Infektion, Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, wie das Tragen von Badelatschen und das Waschen von möglicherweise infizierten Kleidungsstücken und Handtüchern bei 60 Grad Celsius. Erst wenn die Hautwucherung vollständig weg ist, ist die Gefahr gebannt.

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