Hautentzündung

Pickel nach dem Rasieren?

Von Sarah Schroth · 2020

Die Sommer- und Badesaison ist für viele Menschen ein Anreiz, sich von Gesichts- oder Körperbehaarung zu verabschieden. Doch wer kennt sie nicht, die unbeliebten Rasierfolgen in Form von kleinen Verletzungen oder Rasierpickelchen. Die sehen nicht nur optisch unschön aus, sondern können sich sogar zu einem Abszess entwickeln.

Frau, die sich die Achseln rasiert.
Rasieren in Kombination mit Schweiß erhöht das Risiko für Entzündungen. Foto: iStock/YakobchukOlena

Aktuelle Umfragen zeigen, dass 75 Prozent der Männer sich unter den Achseln rasieren und immerhin 50 Prozent auf einen möglichst haarfreien Intimbereich achten. Bei Frauen sind die Zahlen sogar noch höher. Allerdings ist die Haut in diesen Bereichen besonders sensibel und anfällig für Entzündungen. Zudem sind Achselhöhle und Genitalbereich dicht mit Schweißdrüsen besiedelt. Vermehrtes Schwitzen und häufige Rasuren begünstigen sogenannte Schweißdrüsenentzündungen. Durch die Rasur können kleine Verletzungen der oberen Hautschicht entstehen – die perfekte Eintrittspforte für Bakterien. Im ungünstigsten Fall bildet sich daraus eine schmerzhafte Eiteransammlung. Man spricht dann von einem Abszess, der möglichst rasch behandelt werden muss.

Prävention durch Haut- und Seelenpflege

Was kann man tun, um zu verhindern, dass solche Abszesse entstehen? Experten empfehlen zunächst, auf eine gute Hygiene bei der Rasur zu achten. Die zu bearbeitenden Stellen sollten gut mit Seife und Wasser gereinigt werden. Besonders warmes Wasser führt dazu, dass die Haare weicher werden und weniger Verletzungen entstehen. Auch das Werkzeug ist wichtig: also Klingen regelmäßig austauschen, Rasierschaum oder -gel benutzen und immer in Wuchsrichtung rasieren. Neben den Hygieneregeln bewahrt ein gutes Immunsystem vor Infektionen. Es kämpft schließlich an vorderster Front gegen die kleinen Eindringlinge und kann unter anderem durch eine ausgewogene Ernährung und Stressabbau gestärkt werden.

Hautentzündung rechtzeitig verhindern

In jedem Fall gilt: auch kleine Verletzungen oder Pickelchen im Auge behalten. Denn schnell kann eine Hautentzündung entstehen, die behandelt werden sollte. Um das Risiko für größere Entzündungen zu minimieren, können Rasierpickel und abszessartige Entzündungen mit einer Zugsalbe behandelt werden. Diese bekämpft Bakterien, hemmt die Entzündung und zieht den Eiter an die Hautoberfläche, sodass das Gewebe heilen kann. Weiterhin wird der pochende Schmerz gelindert. 

Aber Achtung: Grobes Herumdrücken ist verboten! Dadurch kann Eiter in die Blutbahn gelangen und eine Blutvergiftung verursachen. Bei Alarmzeichen wie Fieber und Bewegungseinschränkungen sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.

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