Kupferrose

Pandemie als neuer Trigger?

Von Nadine Effert · 2021

Was hübsch klingt, ist für Betroffene gar nicht schön: die Kupferrose. Unter der sogenannten Rosazea leiden etwa zehn Millionen Deutsche. Laut neuesten Erkenntnissen verschlechtern sich die Symptome durch das Maskentragen. Gute Nachricht: Die Krankheit lässt sich zwar nicht heilen, aber gut behandeln.

Frau mit Rötungen im Gesicht.
Typisch für Rosazea sind Hautrötungen im Gesicht. Foto: iStock/Ildar Abulkhanov

Rötungen, entzündete Knötchen, Pickel bis hin zu knotigen Verdickungen der Nase – Menschen mit Rosazea leiden nicht nur unter den sichtbaren Anzeichen im Gesicht, sondern auch unter den unsichtbaren Symptomen in Form emotionaler Belastung. Rosazea ist eine nicht ansteckende, chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die meist zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr ausbricht. Typisch sind die durch die Erweiterung der feinen Blutgefäße auftretenden Rötungen. Bestimmte Trigger – darunter Stress, Alkohol, UV-Licht und scharfe Speisen – können Schübe auslösen. Ein Trigger, der durch die Pandemie hinzugekommen ist, ist die Maske. 

Verschlechterung durch Maske 

Ob im Supermarkt oder im Bus – noch gehört das Tragen von Masken zur Reduzierung der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus zu unserem Alltag. Für Menschen mit Rosazea sind die Masken jedoch nicht nur lästig, wie eine aktuelle Online-Umfrage von Galderma zeigt: Fast zwei Drittel der Befragten berichten von einer Verschlechterung ihrer Symptome wie Rötungen und Pickel und/oder Pusteln durch das Maskentragen. Jedoch haben nur 33 Prozent der Befragten seit Beginn der Pandemie einen Arzt oder Dermatologen persönlich aufgesucht und nur acht Prozent haben eine Videosprechstunde in Anspruch genommen. Dabei ist fachmännische Hilfe wichtig. „Während der aktuellen Pandemie sind die Selbstmedikation und die unzureichende Anwendung von verschriebenen Rosazea-Behandlungen besorgniserregend“, kommentiert Prof. Peter Arne Gerber, Dermatologe aus Düsseldorf. „Es ist wichtig, sich an die verordneten Behandlungen zu halten und professionelle Unterstützung zu suchen, wenn sich die Symptome durch das Tragen der Maske verschlimmern."

Phasengerechte Behandlung der Kupferrose

Wichtig ist die konsequente Fortführung der vom Dermatologen empfohlenen Therapie. Nur dann weist man Rötungen und Pickel effektiv in ihre Schranken. Ohne Behandlung kann der Schweregrad im Laufe der Zeit zunehmen. Je nach Schweregrad kommt eine äußerliche, antientzündliche Behandlung oder auch die Einnahme von Antibiotika infrage. Wer dem Einsatz von Antibiotika kritisch gegenübersteht oder unter Nebenwirkungen einer verschreibungspflichtigen Therapie leidet, für den gibt es inzwischen auch gut verträgliche, antibiotikafreie Alternativen in der Apotheke. 

Quellen:
Deutsche Rosazea Hilfe e. V.

Der Rosacea Blog

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