Ganzheitlicher Ansatz bei Schuppenflechte

Über den schulmedizinischen Tellerrand schauen

Von Frank Wagner · 2018

Von gesunder Ernährung und Bewegung profitiert nicht nur die Haut!

Schuppenflechte ist eine komplexe Erkrankung, die einen ganzheitlichen Ansatz in der Versorgung der Betroffenen erfordert. Es reicht nicht aus, ausschließlich die Hautsymptome zu behandeln. Auch außerhalb von Schüben darf die chronische Krankheit nicht in Vergessenheit geraten. Was sind die Alternativen zu Medikamenten und Co., die Patienten helfen und Mut machen sollen?

Gerade bei Psoriasis ist es kaum empfehlenswert, sich zu schnell von den klassischen ärztlichen Therapien abzuwenden. Insbesondere bei mittelschweren bis schweren Fällen sind die verordneten Medikamente unverzichtbar. Denn selbst, wenn keine Symptome zu bemerken sind, ist die Krankheit doch vorhanden. Der Deutsche Psoriasis-Bund wies gerade erst darauf hin, dass die Basistherapie auch zwischen den Schüben unbedingt eingehalten werden sollte. Dermatologen empfehlen hier meist Basistherapeutika mit wirkstofffreien Grundlagen beziehungsweise topische Zubereitungen mit Harnstoff, Polidocanol oder Salicylsäure. Doch trotz aller Forschung sind längst nicht alle Zusammenhänge der Psoriasis bekannt, und allzu oft wird vergessen, dass hier der ganze Körper und meist auch die Psyche betroffen sind. Aufbauend auf der Basistherapie kann es also durchaus sinnvoll sein, sich auch nach alternativen ganzheitlichen Therapieformen umzusehen. 

Neue Wege mit Bedacht gehen

Betroffene sollten immer genau hinsehen, wer die Therapie anbietet, denn nicht jeder Therapeut kann die nötige Expertise vorweisen. Zudem passt nicht jeder Weg zu jedem Patienten. Eines verbindet die meisten ganzheitlichen Konzepte: das Streben nach seelischer Ausgeglichenheit einerseits und mehr körperliche Fitness durch Sport und gesunde Ernährung andererseits. Obst, Gemüse, pflanzliches Eiweiß und Vollkornprodukte sowie der Verzicht auf Zucker und Genussmittel sollen den Darm als wichtigen Teil des Immunsystems stärken. Studien haben gezeigt, dass die Darmschleimhaut bei Psoriasis-Patienten oft nicht intakt ist – Stichwort: Lea­ky-Gut-Syndrom –, wodurch vermehrt Giftstoffe in die Blutbahnen gelangen und Entzündungen und allergische Reaktionen auslösen können. 

Ganzheitlicher Ansatz bei Schuppenflechte: Auch den Weg als Ziel begreifen

Eine Diät, die Psoriasis ursächlich lindert, ließ sich bislang wissenschaftlich nicht nachweisen. Auch Hoffnungen in scheinbar sensationell neue therapeutische Wege werden meist enttäuscht. Lang erprobte alternative Konzepte, wie sie etwa die Homöopathie oder die Traditionelle Chinesische Medizin auch bei Psoriasis anbieten, dürften aber sicher dem einen oder anderen helfen. Ein schrittweises Umgewöhnen, am besten mit Unterstützung eines guten Gesundheitscoachs – der auch der Heilpraktiker oder Arzt sein kann – ist der beste Weg zu einer sowohl freudvollen als auch gesunden
Lebensweise.

Array
(
    [micrositeID] => 32
    [micro_portalID] => 26
    [micro_name] => Gesunde Haut
    [micro_image] => 1616
    [micro_user] => 1
    [micro_created] => 1468333016
    [micro_last_edit_user] => 0
    [micro_last_edit_date] => 0
    [micro_cID] => 1091
    [micro_status] => 1
    [micro_cache] => 0
    [deleted] => 0
)