Rosazea erkennen

Im Herbst besonders ausgeprägt

Von Sarah Schroth · 2021

Nein, Rosazea ist keine neugezüchtete Blume, sondern eine Hautkrankheit, die für Betroffene alles andere als schön ist. Besonders die anstehende Herbstzeit wird für viele eine Herausforderung. Temperaturschwankungen durch den häufigen Wechsel zwischen trockener Heizungsluft und eisigem Herbstwind verschlimmern die Beschwerden.

Mit einer Lupe vergrößerte Hautpartie, die von Rosazea betroffen sein könnte
Gesichtsröte im Bereich der Wangen, Stirn und Nase kann ein Hinweis auf Rosazea sein. Foto: iStock/AndreyPopov

Sonnenbrandartige Gesichtsröte im Bereich der Stirn, Wangen, des Kinns und der Nase kennzeichnet die typischen Effloreszenzen der Rosazea. In Deutschland sind circa vier Millionen Menschen davon betroffen. Trotz der Häufigkeit ist in der Bevölkerung wenig über die Krankheit bekannt. Ein möglicher Grund dafür ist, dass die Rosazea wegen des zusätzlichen Auftretens von Pickeln und Pusteln oft mit der im Jungendalter häufig auftretenden Akne verwechselt wird. Mit Beginn der Rosazea ab dem 30. bis 40. Lebensjahr liegt der Altersdurchschnitt Betroffener aber deutlich höher. Unwissen und Scham führen oft dazu, dass – trotz einem beträchtlichen Leidensdruck – eine Diagnose oft sehr spät gestellt und die Behandlung spät in Anspruch genommen wird.

Nicht heil-, aber behandelbar

Rosazea ist eine chronische Erkrankung und nicht heilbar. Es gibt aber zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten, um die Symptomatik und den Leidensdruck der Betroffenen zu reduzieren. Zunächst gilt es, individuellen Auslösern auf die Schliche zu kommen und diese – so gut es geht – zu vermeiden. Neben oben erwähnten Temperaturschwankungen sind Alkohol, scharfe Speisen, psychischer Stress oder auch körperliche Anstrengung häufige Trigger. Je nach Schweregrad kommt eine äußerliche, antientzündliche Behandlung oder auch die Einnahme von Antibiotika infrage. Wer dem Einsatz von Antibiotika kritisch gegenübersteht oder unter Nebenwirkungen einer anderen Therapie leidet, für den gibt es inzwischen auch gut verträgliche, antibiotika-freie Alternativen in der Apotheke.

Rosazea erkennen: mehr Wissen wird gefordert

Neben den brennenden Schmerzen, die aufgrund der Hautreizungen entstehen, leiden viele Betroffene unter den psychischen Belastungen durch die Krankheit. Knapp die Hälfte der an Rosazea erkrankten Menschen leidet unter Depressionen. Viele fühlen sich durch die Krankheit stigmatisiert, setzen sich sowohl beruflich als auch im privaten Umfeld unter Druck. Dadurch entsteht Stress, der sich wiederum negativ auf die Haut auswirkt. Ein Teufelskreis entsteht. Viele Betroffene wünschen sich mehr Aufklärung, um einer weiteren Stigmatisierung entgegenzuwirken und eine frühzeitige und erfolgreiche Behandlung zu ermöglichen.

Grafik: Stadien und Arten der Rosazea

Quellen:
Patientenbroschüre: Aktiv gegen Rosacea
rosacea-info.de: Krankheitsbelastung bei Rosacea
hautsache: Stress und Rosacea
Hautarztzentrum Kiel: Rosacea bei Winterkaelte

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