Ursachen von Falten

Schönheit kennt kein Alter

Von Tobias Lemser · 2021

Feinporige und straffe Gesichtshaut gelten als Synonym für jugendliches Aussehen. Je älter wir werden, desto mehr verliert sie jedoch an Spannkraft und Elastizität. Falten sind die Folge. Doch welche Ursachen stecken dahinter und was kann man dagegen tun? Eine aktuelle Studie gibt Aufschluss und bestätigt, was Dermatologen seit Langem predigen.

Frau, die im Spiegel ihre Falten betrachtet.
Wann die ersten Fältchen auftauchen, ist nicht unbedingt eine Frage des Alters, sondern auch der guten Hautpflege. Foto: iStock / Ridofranz

Morgens nach dem Aufstehen in den Spiegel zu schauen, kann ab einem gewissen Alter auf die Laune drücken. Hier die ersten Krähenfüße, da ein paar Fältchen rund um die Mundpartie. Mal ganz abgesehen von den aufgequollenen Augen, die nach zu wenig Schlaf geradezu vorprogrammiert sind. Auch wenn die Schwellungen ästhetisch nicht besonders schön sind, Grund zur Besorgnis sind diese in der Regel nicht. Denn zumeist verschwinden sie nach einer kalten Gesichtsdusche und kurzer Massage von ganz allein. Anders bei Mimikfalten oder Krähenfüßen, die sich über die Jahre Stück für Stück in die Gesichtshaut hineinarbeiten.

Ursachen von Falten: Nachlassende Spannkraft

Warum sich Hautfalten bilden – bei manchen bereits recht früh, bei anderen erst weit in der zweiten Lebenshälfte –, hängt vor allem mit der allmählich nachlassenden Regenerationsfähigkeit der Haut zusammen. Fakt ist: In den ersten Jahren produziert sie selbstständig und fortdauernd Kollagen, sodass Gesichtsfalten nicht sichtbar auftreten beziehungsweise nur vorübergehend zu sehen sind und schnell wieder verblassen. Da jedoch im Laufe der Jahre die Kollagenfasern und die elastischen Fasern der Haut abnehmen, ist diese nicht mehr imstande, ausreichend Feuchtigkeit zu speichern. Folge: Die Haut verliert an Spannkraft, was sich in Form von permanenten Falten widerspiegelt. Doch nicht nur die Zeichen der Zeit, auch genetische Faktoren sind entscheidend, wann und wie stark sich Fältchen bilden.

Faktoren für die alternde Haut

Klar ist, dass es mit der ewigen Jugend im Gesicht irgendwann einmal vorbei ist. Und dennoch lässt sich einiges tun, um den Alterungsprozess zu verlangsamen. Stichwort Rauchen: Tabakkonsum verringert den Östrogenspiegel, was wiederum zu einem Nachlassen des Lipidgehalts in unserer Körperhülle führt. Trockene Haut ist die Folge. Sie verliert im reiferen Alter an Spannkraft, Fältchen werden sichtbar. Ebenso wichtig ist ein entsprechender Sonnenschutz, der nicht nur vor Falten, sondern obendrein vor Sonnenbrand und Melanomen in der Haut schützt – und das bitte auch im Winter. Optimal sind Produkte, die sowohl gegen UVA- und UVB- als auch gegen Infrarot-A-Strahlen schützen. Letztere beschleunigen die Hautalterung und vermindern die Elastizität.

Harvard-Studie bestätigt Risikofaktoren

Auch wenn einige dieser Erkenntnisse nicht ganz neu sind, ist die renommierte medizinische Fakultät der Harvard-Universität den Fragen rund um die Hautalterung wissenschaftlich auf den Grund gegangen. In einer im Juni veröffentlichten Studie kam heraus, dass auch Alkohol und eine zu geringe Wasserzufuhr – weniger als zwei Liter pro Tag – sowie eine zu salzlastige und eher einseitige Ernährung für eine verfrühte Hautalterung verantwortlich sein können. Aber auch bei Sportmuffeln könnte sich den Wissenschaftlern zufolge Inaktivität und ein damit einhergehender verlangsamter Stoffwechsel negativ auf die Haut auswirken.

Neue Frische durch Anti-Aging-Cremes

Was jedoch tun, um der Haut zusätzlich Gutes zu tun? Wie die Studie zudem hervorbrachte, ist es ratsam, eine Gesichtscreme mit feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen wie Glyzerin auszuwählen. Glyzerin unterstützt die Haut beim Speichern von Wasser und Feuchtigkeit. Ein wöchentliches Hautpeeling hilft dagegen, abgestorbene Hautschüppchen abzutragen und die Prozesse der Hauterneuerung anzuregen. Ebenso beliebt bei vielen Frauen sind Seren und Cremes. Doch welches ist das richtige Produkt und was sollte enthalten sein? Ein Klassiker unter den Anti-Aging-Wirkstoffen ist Retinol – eine sehr wirksame Form des Vitamin A. Retinol hilft nicht nur, Kollagen zu bilden, sondern es polstert auch die Gewebezellen auf, wodurch die Haut praller und glatter wirkt. Regelmäßig angewendet, sind nach vier Wochen erste Verbesserungen des Hautbilds erkennbar. Aber Vorsicht: Die Haut sollte langsam an den neuen Wirkstoff gewöhnt werden. Am besten mit einem niedrig dosierten Retinol-Produkt starten. Andernfalls kann es zu Hautirritationen kommen.

Sanft nachhelfen

Setzen sich Gesichtsfalten dennoch durch, hilft selbst die beste Creme kaum. Und dann? Für immer mehr Frauen hat sich die ästhetische Medizin zum kosmetischen Retter etabliert – vor allem mit dem Ziel, der Gesichtshaut wieder mehr Frische zu verleihen. Die große Kunst dabei ist frisch, erholt und jugendlich auszusehen, ohne dass es direkt ins Auge fällt. Ob mittels Eigenblut, Medical Microneedling, technologisch ausgefeilter Lasertherapien oder Dermalfillern, die beispielsweise bei Nasolabialfalten, Raucherfältchen um den Mund sowie auf der Stirn zum Einsatz kommen – Das Spektrum ist schier grenzenlos.

Pflege-Tipps

• Trinken Sie mindestens zwei Liter Wasser am Tag, um die Haut von
innen mit Feuchtigkeit zu versorgen.
• Ernähren Sie sich ausgewogen und verzichten Sie auf zu viel Salz im Essen.
• Machen Sie viel Sport. Das regt den Stoffwechsel an.
• Rauchen Sie nicht und trinken Sie
nur geringe Mengen Alkohol.

Quellen:
Ratgeber Hautgesundheit "Falten: wie lassen Sie sich vermeiden?"
Anti Aging Magazin
GSAAM

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