Psoriasis und die Folgen fürs Herz-Kreislauf-System

Schuppenflechte schlägt aufs Herz

Von Sarah Schroth · 2020

Menschen mit Psoriasis benötigen eine umfangreiche medizinische Beratung und Vorsorge. Denn neue Studien bestätigen, dass neben der Haut auch andere Organsysteme betroffen sein können – wie zum Beispiel das Herz-Kreislauf-System.

Frauenrücken mit Herzsymbol
Foto: iStock/ visoook

Es ist bereits seit längerer Zeit bekannt, dass es sich bei Psoriasis – auch unter dem Namen Schuppenflechte bekannt – in einer Vielzahl der Fälle nicht nur um eine reine Hauterkrankung handelt. Die Ursachen für die Entstehung der Erkrankung sind zwar nicht gänzlich geklärt – klar ist aber, dass es sich um eine nichtansteckende Autoimmunerkrankung handelt, die zu Entzündungsreaktionen im gesamten Körper führt. Neben den Gelenken und Bändern betrifft dies auch die Gefäße und das Herz, teilweise mit schweren Langzeitfolgen für Betroffene.

Psoriasis und die Folgen fürs Herz-Kreislauf-System

Anders als die typischen schuppenden und rötlichen Entzündungsherde an Ellenbogen, Knien oder der Kopfhaut, bleiben die Veränderungen des Herz-Kreislauf-Systems bei vielen Patienten lange Zeit unentdeckt. Viele Betroffene schämen sich für ihre schuppende Haut und vermeiden deswegen den Gang zum Arzt. Andere unterschätzen die möglichen Folgen, die mit der Hauterkrankung verbunden ist. Schwedische Forscher haben kürzlich herausgefunden, dass bereits bei leichten Formen von Schuppenflechte das Risiko für Bluthochdruck, Hypercholesterinämie und Diabetes erhöht ist. Unbehandelt kann dies im Verlauf der Jahre zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Eine weitere Studie zeigt, dass Menschen mit Psoriasis und Bluthochdruck öfter operative Eingriffe am Herz-Kreislauf-System benötigen als die Vergleichsgruppe der Bluthochdruckpatienten ohne Psoriasis. Dies ist ein wichtiger Indikator dafür, dass genau in dieser Patientengruppe bereits im Frühstadium der Erkrankung viel Aufklärungsbedarf besteht.

Vorsorge ernst nehmen

Wichtig für Betroffene ist: Statt Panik sind Vorsicht und Vorsorge geboten! Das A und O ist die regelmäßige Kontrolle der Blutdruck-, Cholesterin- und Zuckerwerte seitens des Haus- oder Hautarztes. Denn durch die frühzeitige Erkennung und Behandlung dieser Begleiterkrankungen ist in der Regel von einer normalen Lebenserwartung und Lebensqualität auszugehen. Wichtig ist zudem, dass weitere Risikofaktoren gemieden werden. Dazu gehört in erster Linie Lebensstilanpassungen. Auch und gerade für Psoriatiker gehören Rauchen, Alkohol und Übergewicht zu den wichtigsten und beeinflussbaren Belastungsfaktoren für das Herz und die Gefäße – und die Haut.

Grafik: Tabelle zu
Quelle: www.dha-allergien.de, 2020

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