Trockene Haut

Jetzt muss die Haut ihr Fett abbekommen!

Von Tobias Lemser · 2019

Samtweiche Haut im Winter? Für viele ist es eine große Herausforderung, ihre Haut schadlos durch die Wintermonate zu bringen. Doch warum trocknet unser größtes Organ bei Kälte überhaupt aus und welche Tipps helfen bei der täglichen Pflege – auch dann, wenn eine chronische Hauterkrankung wie Neurodermitis vorliegt?

Detailaufnahme einer Creme
Im Winter sollte man öfters zu fetthaltigen Cremes greifen. iStock: Ralf Geithe

Es ist jedes Jahr das gleiche Dilemma: Kaum zeigt uns das Wetter die kalte Schulter, gerät unsere Haut beinahe wie auf Knopfdruck aus dem Gleichgewicht. Als würden spröde Lippen nicht bereits ausreichen, werden unsere Hände auch noch rau wie Schleifpapier. Ganz abgesehen von ständig einreißenden Nagelhäuten, die zum Herumknibbeln verleiten, was nicht nur unschön aussieht, sondern auch schmerzhaft sein kann.

Volksleiden trockene Haut

Beinahe ein Drittel der Deutschen leidet unter trockener Haut. Dies ist das Ergebnis einer im August 2018 veröffentlichten deutsch-schweizerischen Studie unter 48.630 Angestellten aus 343 Firmen in Deutschland. Weitere Erkenntnis des Dermatologenteams: Je älter die Teilnehmenden waren, desto eher hatten sie trockene Haut – was auch daran liegt, dass deren Körperhülle nicht mehr optimal durchblutet und mit ausreichend Talgdrüsen ausgestattet ist. Oft klagten die Betroffenen zudem über Hautirritationen im Achselbereich oder auch Ekzeme durch Austrocknung.

Weshalb unsere Haut gerade jetzt im Winter so trocken ist und obendrein juckt, liegt vor allem an der Heizungsluft, die der Haut viel Feuchtigkeit entzieht. Hinzu kommt: Fallen die Außentemperaturen unter acht Grad, wird die Talgproduktion in unserer Körperhülle herabgesetzt. Bei extremer Kälte kann sich die Fettproduktion sogar komplett einstellen. Genau diesen Fettfilm bräuchte die Haut jedoch zum Schutz vor äußeren Einflüssen. 

Trockene Haut: Pflegetipps für den Winter

Einziges probates Mittel, um trockener Haut etwas Gutes zu tun, ist fetthaltige Creme. Bei sehr trockenen oder sogar rissigen Händen ist es empfehlenswert, ein stark fettendes Produkt – idealerweise nachts – dick auf die Hände aufzutragen und Baumwollhandschuhe darüber zu ziehen. Positiv wirken sich zudem rückfettende Handwaschöle aus. Ganz generell ist es zur Körperpflege ratsam, auf Seife und Schaumbäder zu verzichten und stattdessen pflegende Zusätze wie Mandelöl ins Badewasser zu geben. Wer duscht, sollte auf Duschöle setzen und das Wasser nicht zu lange und zu heiß über den Körper laufen lassen.

Und worauf sollten Menschen mit chronischen Hautkrankheiten wie Neurodermitis achten? Experten raten, die Haut vor allem mit speziellen Cremes und Salben zu versorgen. Produkte, die Zusätze von Urea, einem Harnstoff, oder rückfettende Omega-6-Fettsäuren enthalten, sind besonders wirksam, genauso wie Vitamin A,
B-Vitamine und Biotin. Sie verhindern ein Austrocknen und schützen die Haut durch die gesamte kalte Jahreszeit. 

Ursachen für trockene Haut

Kälte führt dazu, dass die Talgproduktion nicht mehr auf Hochtouren läuft. 

Weitere Ursachen:

  • übermäßiges Schwitzen
  • zu wenig Trinken 
  • Rauchen
  • Alkohol
  • Stress, seelische Belastungen
  • Lebensalter, hormonelle Veränderungen

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