Mittel gegen Cellulite

Im Duell mit den Dellen

Von Tobias Lemser · 2018

Dass Cellulite keine Krankheit, sondern lediglich ein kosmetisches Problem ist, tröstet nur die wenigsten betroffenen Frauen. Zwar gibt es die Orangenhaut bereits seit Menschengedenken, erst seit die US-Vogue 1968 davon berichtete, begannen jedoch Frauen ihre Beine und Po im Spiegel kritisch zu beäugen. Doch was kann man gegen die Einbuchtungen tun?

Microneedling-Roller auf einer Orange. Thema: Mittel gegen Cellulite

Kim Kardashian hat sie, Demi Lovato auch, genauso wie Beyonce Knowles und Jennifer Lopez: Die Rede ist von Cellulite. Und mal ehrlich, ein klein wenig beruhigend ist es schon, dass auch die Promiwelt vor Orangenhaut nicht gefeit ist. Rund 90 Prozent aller Frauen entwickeln im Laufe ihres Lebens Cellulite – für viele nicht nur ein kosmetisches, sondern auch psychisches Problem, weshalb sie sich aus Schamgefühl kaum mehr in kurzer Kleidung in die Öffentlichkeit trauen.

Frauen haben schwächeres Bindegewebe

Doch wie kann es überhaupt zu Cellulite kommen und warum bleiben Männer in der Regel davon verschont? Frauen haben ein schwächeres Bindegewebe als die Herrenwelt – ein Trick der Natur, denn gerade während der Schwangerschaft benötigen Frauen elastische, dehnbare Haut. Auffällig wird es jedoch zumeist dann, wenn im Laufe der Jahre die Hautelastizität abnimmt und sich das Fettgewebe leichter durchsetzen kann. Folge: Die Bindegewebsstränge drücken sich sichtbar durch die Hautoberfläche. Werden durch die weiblichen Geschlechtshormone zudem vermehrt Fett und Wasser eingelagert, entstehen vorwiegend an Beinen und Po die ungeliebten Einbuchtungen. Allerdings können auch genetische Faktoren eine Rolle spielen und bereits in früheren Jahren für Cellulite sorgen. 

Mittel gegen Cellulite: Der Behandlungsmix macht’s

Und wie werden Frauen die Dellen, die in vier Schweregrade eingeteilt werden, wieder los? Effektiv sind vor allem regelmäßige Bewegung – am besten in Form von Schwimmen und ein paar Laufeinheiten pro Woche – sowie ein systematischer Muskelaufbau zur Straffung des Bindegewebes. Ebenso helfen können sanfte Massagen, die den Stoffwechsel wieder in Schwung bringen und die Fettzellen über die Lymphe besser abfließen lassen. Viel Flüssigkeitszufuhr, um das Gewebe bei der Entgiftungsarbeit zu unterstützen, ist ebenso wichtig wie Wechselduschen zur Anregung der Blut- und Lymphzirkulation. Unterstützend können sich auch spezielle Cellulite-Produkte auf das Erscheinungsbild der Haut positiv auswirken. So können zum Beispiel Cremes, die männliche Hormone enthalten – um dem Östrogen entgegenzuwirken – das Hautgewebe stabiler machen. Koffein hingegen kann die Fettverbrennung im Hautinneren fördern, die Speicherung von Lipiden hemmen und die Mikrozirkulation in den Zellen ankurbeln. Fest steht: Die Forschung ist auch weiterhin an der Entwicklung neuer Inhaltsstoffe und vielversprechender Ansätze dran – eine positive Nachricht für all jene, denen die Cellulite zu schaffen macht.

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