Akne

Wenn es kalt wird, sprießen die Pickel

Von Wiebke Toebelmann · 2016

Im Sommer strahlt nicht nur die Sonne, sondern auch die Haut. Wer unter Hautunreinheiten leidet, kann meist aufatmen. Doch dann bricht irgendwann eben doch wieder der Winter aus, und die Haut gleich mit. Welche Rolle spielen Kälte – und Schokolade?

Die Pubertät ist schon kein Zuckerschlecken: Man streitet mit den Eltern, buhlt zum ersten Mal um das andere Geschlecht, fühlt sich unsicher und alles andere als wohl in seiner Haut. Und dann noch diese Pickel! Tatsächlich sind 80 bis 95 Prozent aller Teenager von „Acne vulgaris“ betroffen. Manche eher von einer milden Form, andere erwischt es richtig hart. Fakt ist: Die „Acne vulgaris“ hat viele Gesichter – und sie sind alle hässlich. Treten vermehrt Mitesser auf? Oder leidet der Betroffene vor allem an Pusteln? Oder handelt es sich um „Acne conglobata“, die sich durch Krusten, Abszesse und Knötchen äußert? Bei solchen Hautproblemen kann meist nur eine langwierige Behandlung beim Dermatologen Linderung bringen. Und selbst der Facharzt wird nicht immer zu verhindern wissen, dass sich lebenslange Narben bilden. Auch Erwachsene sind nicht vor den lästigen Pickeln gefeit: Die Zahl der an „Acne tarda“ (Spätakne) Erkrankten steigt in den Industrienationen. Eine Theorie dazu: Ernährung, Stress und Rauchen verschlechtern das Hautbild. 

Akne im Winter – alle Jahre wieder

Besonders in der kalten Jahreszeit erlebt die Akne ihre Blütezeit. Die Schutzschicht der Haut ist nun dünner und wird zum Einfalltor für Bakterien. Eisiger Wind und trockene Heizungsluft entziehen ihr Feuchtigkeit und machen sie dafür anfällig, aufzuplatzen und Entzündungen zu bilden. Im Gegensatz zum Sommer erhält die Haut zudem meist weniger UV-Strahlung, die entzündungshemmend wirkt. Daher gilt es, gerade im Winter oft ins Freie zu gehen, um möglichst viel Sonne an die Haut zu lassen. Eine weitere Unterstützung im Kampf gegen Pickel sind Komedogen-freie Kosmetikprodukte, die keine Emulgatoren oder Konservierungsstoffe enthalten. Seifen und Fettcremes sollten also tabu sein. 

Die ewige Ernährungsfrage

Viele Menschen greifen im Winter zu ungesünderen Nahrungsmitteln. Über den direkten Zusammenhang zur Akne streiten Forscher jedoch seit fast 100 Jahren. Die überzeugendste Studie stammt aus dem Jahr 2012, laut der ein niedriger Fett- und Zuckerkonsum tatsächlich die Talgdrüsen schrumpfen ließ. Dennoch ist selbst diese Studie zum Thema Akne und Ernährung nicht genug Evidenz für eine konkrete Diätempfehlung. Was tatsächlich einen Einfluss haben soll, ist Milcheiweiß. Nach neuesten Erkenntnissen treiben die Molkenproteine in Milchprodukten die Insulinproduktion in die Höhe, was im Zusammenhang mit Aknebildung stehen soll. Und was hilft nun gegen Winter-Akne? Auf jeden Fall viel Licht. Es gibt sogar eine spezielle Lichttherapie, welche die
Sauerstoffproduktion der Poren anregt, was wiederum Bakterien dezimiert. Zudem wirkt sie wundheilend und regt die Durchblutung an. Eine solche Behandlung zeigt oft schon nach zwei bis vier Wochen eine gute
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