Sonnenschutz

Von der Sonne und dem Krebs

Von Alexandra Grossmann · 2016

Wie für Süßigkeiten, Alkohol und Nikotin gilt auch für genüssliche Sonnenbäder am Strand und am See: besser weniger als mehr!! Denn Hautkrebs nimmt rapide zu, Dermatologen sprechen heute von einer Volkskrankheit. Wichtigste Ursache: UV-Licht. Wie Sie sich am besten schützen und was zu tun ist, wenn der Sonnenbrand schon da ist.

Je mehr Sonne auf unsere Haut scheint, umso größer ist die Gefahr, dass wir an Hautkrebs erkranken. Diese Krebsart zählt heute zu den häufigsten in Deutschland. So einfach, so schade, denn im Sommer und im Urlaub zieht es uns hinaus in die Natur. Wirklich sicherer Schutz ist gar nicht so einfach.
Mediziner unterscheiden zwischen vier verschiedenen Hauttypen. Am wenigsten empfindlich sind der mittelmeerische, dunkle Typ IV, dessen Haut selten verbrennt, und der mitteleuropäische Typ III, zu dem rund 78 Prozent der Bevölkerung zählen. Er hat durchschnittlich braune Haare, braune Augen und helle Haut, die gut bräunt, aber auch verbrennt. Am gefährlichsten ist die Sonne für Typ I und II, die hellhäutig und rötlichblond bis hellbraun sind. Typ II braucht einen Lichtschutzfaktor ab 30, Typ I ab 50. Beide sollten wegen der Krebsgefahr besonders vorsichtig mit der Sonne sein. Für sie gilt besonders stark, was Experten ohnehin raten.

Schutz von Lotionen ungewiss

Grundsätzlich ist die Sonne immer schädlich, im Urlaub genauso wie zuhause. Darum muss die Haut draußen immer geschützt werden. Dies gilt besonders für Kinder, die häufig draußen spielen. Kinderhaut ist ohnehin empfindlicher als die von Erwachsenen. Kleinkinder und Babys sollten überhaupt keinen Kontakt mit Sonnenstrahlen haben.
Bis heute gibt es keinen sicheren Beweis dafür, dass Sonnencreme tatsächlich vor Hautkrebs schützt. Zwar gibt es Hinweise auf einen Schutz vor dem Plattenepithelkarzinom, das Melanom und das Basalzellkarzinom. Darum raten Mediziner vor allem dazu, die Mittagssonne möglichst ganz zu meiden. Fast 90 Prozent der gefährlichen UV-Strahlung entsteht in der Zeit von elf bis 19 Uhr.
Wer sich zu anderen Zeit dennoch der Strahlung aussetzt, sollte eine Kopfbedeckung und eine UV-geeignete Sonnenbrille tragen. Generell sollte der Lichtschutzfaktor möglichst hoch sein. Doch auch der hat seine Grenzen – einen höheren Schutz als 50 gibt es bislang nicht. Es genügt außerdem nicht, sich auf die einmal aufgetragene Lotion zu verlassen. Die im Handel übliche Bezeichnung „wasserfest“ bedeutet nur, dass nach zweimaligem Baden von je 20 Minuten die Hälfte des Schutzes übrig bleibt.

Gefahr durch Sonnenbänke

Weit verbreitet ist der Glaube, dass Wolken oder schon gebräunte Haut vor UV-Strahlen schützen. Zwar spüren wir sie dann weniger, doch die Gefahr für Hautkrebs ist fast ebenso groß. Gleiches gilt für Solarien, deren Strahlen genauso gefährlich sind wie die Sonne: Wer vor dem 30. Lebensjahr regelmäßig auf der Sonnenbank liegt, hat laut Bundesamt für Strahlenschutz ein um bis zu 75 Prozent erhöhtes Hautkrebsrisiko.
Ist es einmal passiert und der Sonnenbrand ist da, so bleibt nur abzuwarten, bis er abgeklungen ist. Je nachdem, wie schwer die Haut verbrannt ist, empfehlen sich auch unterschiedliche Maßnahmen.
Wenn nässende Stellen oder Blasen auftreten, dann liegt eine Verbrennung zweiten Grades vor und es sollte ein Arzt oder Apotheker konsultiert werden. Der Körper braucht möglicherweise Medikamente als Unterstützung. Sowohl schmerzstillende und entzündungshemmende Mittel wie Ibuprofen und Acetylsalicylsäure als auch Cortison können hilfreich sein. Ist der Sonnenbrand nicht ganz so schlimm, ist die erste Regel: raus aus der Sonne. Dicht gewebte Textilien wie Seide und Polyester halten das Licht besser fern als Baumwolle oder Leinen. Zweite Regel: kühlen. Am besten eignen sich leichte, wasserhaltige Lotionen. In Apotheken sind Körpercremes mit entzündungshemmendem Hydrocortison erhältlich, und auch After-Sun-Balsame aus den Drogerien helfen der Haut, sich zu regenerieren.

Säure greift Sonnenbrand an

Vorsicht mit Hausmitteln! Quark oder Jogurt, wie oft empfohlen, wirken nur kühlend, weil sie aus dem Kühlschrank kommen – darüber hinaus haben sie keinen therapeutischen Nutzen. Auch Zitronen- und Limettensaft sind für die ohnehin geschädigte Haut eher eine weitere Strapaze als eine Wohltat. Ohnehin darf die Haut nicht zu sehr gekühlt werden, etwa mit Eis oder kalten Wickeln, im Zweifel schaden sie der verletzten Haut mehr, als sie ihr helfen. Gut ist es aber, viel Wasser zu trinken und den Körper so beim Gesunden zu unterstützen. 

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