Hautkrebs

Lichtblicke im Kampf gegen den bösartigen Hauttumor

Von Lars Christiansen · 2016

Der schwarze Hautkrebs gilt als äußerst aggressiv, streut er doch schon relativ früh in andere Organe. Viele Krankheitsverläufe enden daher tödlich. Ein Forscherteam hat nun zwei Stoffe entdeckt, die den Transport der Krebszellen stoppen könnten. Aber auch für länger erkrankte Patienten gibt es neue Hoffnung.

Etwa 200.000 betroffene Patienten in Deutschland, circa 20.000 Neuerkrankungen pro Jahr: Der schwarze Hautkrebs, verantwortlich für 80 bis 90 Prozent der rund 3.000 durch Hautkrebs ausgelösten Todesfälle pro Jahr, ist die fünfthäufigste Krebsart hinsichtlich der Neuerkrankungsrate – Tendenz steigend. Die Krankheit, die auch als Melanom (griechisch: melanos; deutsch: schwarz) bezeichnet wird, entsteht, wenn die Pigmentzellen der Haut, die sogenannten Melanozyten, entarten. Die UV-Strahlen des Sonnenlichts können den tückischen Krebs auslösen, der durch die Streuung auch andere Krebsarten im Körper hervorrufen kann.

„Transportverbot“ für Krebszellen

Für Patienten mit schwarzem Hautkrebs gibt es seit Kurzem neue Hoffnung. Das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg hat in Zusammenarbeit mit der Universität Tel Aviv wohl zwei Stoffe gefunden, welche die Verbreitung von Metastasen des Hautkrebses stoppen könnten, berichtet das Wissenschafts-Magazin Nature. „Unsere Studie ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Gegenmittel für den tödlichsten Hautkrebs“, sagt der Leiter der Forschungsgruppe, Dr. Carmit Levy. Die Forscher haben offenbar zwei chemische Stoffe identifiziert, die den Transport der Krebszellen vom Melanom zu anderen Zellen stoppen könnten. „Die von Melanomen ausgehende Bedrohung ist nicht der Tumor, der auf der Haut erscheint, sondern vielmehr seine Metastasen“, so der Mediziner.

Gegen den Feind im eigenen Körper

Während der Ansatz der Forschergruppe um Dr. Carmit Levy darauf abzielt, Hautkrebs gar nicht erst zur Entfaltung kommen zu lassen, versprechen sich Mediziner von innovativen Medikamenten aus dem Bereich der Immunonkologie bessere Heilungschancen für schon länger erkrankte Patienten. Immunonkologische Medikamente zielen darauf ab, das körpereigene Immunsystem wieder
in die Lage zu versetzen, die Krebszellen zu erkennen und sie zu zerstören. Im Gegensatz zur Chemotherapie bekämpfen Medikamente dieser Art nicht die Krebszelle an sich, sondern reaktivieren und stärken das körpereigene Immunsystem im Kampf gegen den schwarzen Hautkrebs.
Das beste Mittel gegen Hautkrebs ist aber immer noch die Früherkennung. Denn Hautkrebs kann man gut erkennen und im Frühstadium auch gut behandeln. Wer gesetzlich krankenversichert ist, hat deshalb ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine Hautkrebs-Früherkennungsuntersuchung. Diese Chance sollte man unbedingt nutzen – genauso wie man es vermeiden sollte, die Haut ungeschützt UV-Strahlen auszusetzen.

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