Deodorants

Je sanfter, desto besser

Von Alexandra Grossmann · 2016

Rollen gegen Schweiß und Geruch: Kein Problem, so lange es nicht zu Hautentzündungen kommt.

Schlecht riechen möchte niemand – darum zählen Deodorants zur Grundausstattung der Körperpflege. Doch Vorsicht: viele enthalten schädliche Chemikalien. Zudem behindern sie die natürliche Entgiftung des Körpers. Ein Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe lohnt sich.

Es gehört zum Alltag der Körperpflege: das Deodorant. Es schützt vor dem lästigen und unschönen Geruch nach Schweiß, der sich auch nach der ausführlichsten Dusche nach einigen Stunden unter den Achselhöhlen bildet. Bestenfalls duftet es selbst gut und schmiegt sich an unsere anderen Gerüche aus Parfum, Seife und Bodylotion zu einer harmonischen Note, die unsere eigene ist. Leider verursachen Deodorants aber oft allergische Reaktionen, denn sie bestehen häufig aus einem wahren Cocktail von Stoffen, die nicht alle nötig, häufig aber von Menschen mit empfindlicher Haut vermieden werden sollten.
Deodorants wirken auf zwei verschiedene Weisen gegen die Geruchsbildung. Zum einen wird durch antimikrobielle Stoffe das Wachstum von Bakterien gebremst, sodass der Zersetzungsprozess des Schweißes und damit des Geruchs verlangsamt wird. Es wird also der Geruch gehemmt.
Die zweite Wirkungsweise betrifft die Schweißbildung selbst: Antitranspi­rants enthalten Wirkstoffe, die die Schweißdrüsenausgänge in den Achselhöhlen verengen, sodass kaum Schweiß aus den Poren treten kann. Dies geschieht meist mithilfe von Aluminiumsalzen.

Vorsicht vor versteckten Giften

Beide Methoden können Hautreizungen zur Folge haben. Chemikalien, die die Bildung von Bakterien hemmen oder sie sogar abtöten, schaden damit der natürlichen Hautflora. Sie weichen die Schutzfunktion auf und machen sie empfänglich für Schadstoffe und Krankheitserreger. Dazu kommt, dass so direkt in die Entgiftungsprozesse des Körpers eingegriffen wird, denn die Schweißbildung dient unter anderem dem Ausscheiden von Giften. Sind diese gehemmt, können Schadstoffe bis hierher transportiert, aber nicht ausgeschieden werden. Es kann zu Verstopfungen und Hautentzündungen kommen.
Zudem ist Aluminiumchlorid, das teilweise bis zu 25 Prozent in Antitranspirantien enthalten ist, selbst aggressiv genug, um Brennen, Jucken und Ekzeme zu evozieren. Aluminium steht auch unter dem Verdacht, Brustkrebs, Alzheimer und Allergien zu fördern.

Trend „hypoallergen“

Neben Aluminiumsalzen sind auch andere allergene Substanzen in den meisten herkömmlichen Deodorants enthalten. Zink, Konservierungsstoffe wie beispielsweise Parabene und Alkohol können die Haut ebenso reizen und eine Kontaktallergie auslösen wie Farbstoffe, ätherische Öle oder Parfum. Längst haben Hersteller den Trend erkannt und Deodorants entwickelt, die „hautfreundlich“, „sensitiv“ oder „hypoallergen“ genannt werden. Doch nicht alles ist sauber, auf dem steht, dass es sauber sei. Es lohnt sich also, einen Blick auf die Liste mit den Inhaltsstoffen des Produkts zu werfen.
Interessante Alternativen zu herkömmlichen Deodorants sind solche, die Aluminiumchlorid durch pflanzliche Wirkstoffe und basische Mineralien ersetzen, um Schweißbildung und Geruch zu mildern. Andere setzen als Konservierungsmittel Vitamin C, Salbei oder Eukalyptus ein. 

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