Darmgesundheit

Gesunder Darm fördert die Hautgesundheit

Von Karin Quilitz · 2017

Etwa 400 verschiedene Bakterienstämme bilden eine gesunde Darmflora.

Bei der Entstehung vieler Erkrankungen spielt der Darm eine entscheidende Rolle. Fest steht: Sind die Bakterien der Darmflora nicht im Gleichgewicht, hat das negative Auswirkungen auf die Gesundheit und kann auch zum Ausbruch von Allergien und Hauterkrankungen führen.

Als eines der wichtigsten Organe des Menschen leistet der Darm Schwerstarbeit. Er ist für 80 Prozent der Immunleistung des Körpers zuständig und hilft ihm dabei, sich gegen Krankheiten und schädliche Außeneinflüsse zu schützen. Einen entscheidenden Beitrag leistet die Darmflora, die bei jedem Menschen ein wenig anders zusammengesetzt und deshalb so einzigartig wie ein Fingerabdruck ist. Rund 400 verschiedene Bakterienstämme setzen sich zu einer gesunden Darmflora zusammen. Im perfekten Zusammenspiel bilden sie das Immunsystem der Darmschleimhaut. Dieses Zusammenleben wird auch als „Symbiose“ bezeichnet und ist essenziell für unsere Gesundheit.

Verschiedene Faktoren wie Umwelteinflüsse, falsche Ernährung, Stress oder auch Antibiotika können jedoch dafür sorgen, dass dieses Zusammenleben aus dem Gleichgewicht gerät und sich auch schädliche Bakterien im Darm ansiedeln. Wenn diese schädlichen Bakterien überwiegen, dann kommt es zu einer Dysbiose. Die Darmflora kann ihre wichtige Schutzfunktion nur noch unzureichend oder sogar gar nicht mehr erfüllen. Unwohlsein oder Blähungen sind nur einige der Symptome, die durch eine solche Fehlbesiedelung des Darms entstehen können. Wissenschaftler versuchen auch herauszufinden, welchen Einfluss eine Fehlbesiedelung im Darm auf Morbus Crohn, das Reizdarmsyndrom oder Diabetes hat. Die Dysbiose steht zudem im Verdacht, auch zur Entstehung von Lebensmittelunverträglichkeiten sowie Erkrankungen wie Neurodermitis und Allergien beizutragen.

Dysbiose ist therapierbar

Trotz dieser zum Teil beträchtlichen Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen bleibt die Entstehung einer Dysbiose oftmals lange unbemerkt. Die Betroffenen leiden unter den Symptomen der Störung, ohne deren Ursache zu kennen. Einmal entdeckt, lässt sich die Störung aber heute gut therapieren und das gesunde Zusammenleben „guter“ Darmbakterien fördern. Dazu sollten positive Einflüsse auf den Darm gestärkt und schädigende Einflüsse gemindert werden. Ein wichtiger Faktor ist beispielsweise die Ernährung. Sie sollte nur in Maßen Zucker und Fett enthalten und vor allem auf Ballaststoffe setzen. Auch Präparate mit Präbiotika (Prebiotika) und Probiotika können dabei helfen, die Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Während die Stoffe in Präbiotika das Wachstum gesundheitsfördernder Darmbakterien anregen, enthalten Probiotika direkt gesundheitsförderliche Mikroorganismen. Synbiotika vereinen diese beiden Bestandteile in einem Präparat. Für eine gesunde Darmflora kann man übrigens von Anfang an etwas tun: Es gilt als erwiesen, dass Stillen langanhaltend-positiven Einfluss auf die Darmflora hat. Deshalb sollte ein Säugling nach Möglichkeit in den ersten Lebensmonaten Muttermilch erhalten.

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