Warzen

Winter ist Warzenzeit

Von Folker Lück · 2017

Warzenkürbisse

Sie sind nicht schön, bereiten manchmal Schmerzen, sind aber meistens harmlos: Warzen. Besonders gerne mögen sie die Winterkälte, die unsere Haut austrocknet. Wer eine Warze loswerden will, bekommt in der Apotheke passende Mittel. Manchmal ist der Gang zum Arzt aber unvermeidlich.

Was viele nicht wissen: Warzen sind gutartige Geschwülste, die durch eine Virusinfektion der Haut entstehen. Flachwarzen, Stachelwarzen, Pinselwarzen – die Medizin kennt 66 unterschiedliche Typen. Eine ernst zu nehmende Gefahr für die Gesundheit sind die wenigsten. Zwei Ausnahmen sollte man kennen: Einerseits Feigwarzen, die sich in Schleimhäuten im Genitalbereich ansiedeln und in Verdacht stehen, Krebs auszulösen. Andererseits Dornwarzen (etwa am Fuß) die nach innen wachsen und deshalb Schmerzen verursachen. In beiden Fällen sollte man mit dem Arztbesuch nicht lange zögern.

Auf gepflegte Haut achten

Doch keine Panik, wenn bereits eine Warze den Körper verunziert! Fast jeder Mensch infiziert sich im Laufe seines Lebens. Kein Wunder, denn das passiert unbemerkt durch den Kontakt mit anderen, aber auch durch schmutzige Handtücher oder Wäsche. Für eine Infektion reichen winzige Verletzungen der Haut oder der Schleimhäute. Deshalb mögen Warzenviren den Winter so gerne: Durch Heizungsluft und Kälte wird unsere Haut trocken und rissig, unsere Abwehrkräfte sind geschwächt. Das ist eine Einladung für die Erreger, sich auszubreiten! Besonders ärgerlich: Man merkt es nicht. Bis zur Bildung der Warze können Wochen vergehen. Schützen kann man sich vor Warzen durch eine möglichst gut gepflegte Haut. Gerade im Winter reichen regelmäßiges Duschen und Waschen alleine nicht. Eine perfekte Ergänzung sind Feuchtigkeitscremes, die ein Austrocknen der Haut verhindern. Darauf weist auch der Berufsverband der Deutschen Dermatologen hin. Hilfreich ist es außerdem, durch Sport oder Massagen für eine gut durchblutete Haut zu sorgen.

Adieu, hässliche Warze!

Wer eine „normale“ Warze entfernen möchte, kann sich vom Apotheker beraten lassen. Hier gibt es mehrere, rezeptfreie Mittel, die man zu Hause selbst anwenden kann. Als Warzenpflaster oder Tinktur erhältlich weicht der darin meist enthaltene Wirkstoff Salicylsäure die äußere Hautschicht an. Die Hautstelle trocknet langsam aus und die Warze fällt ab. Einziger Haken: Man braucht Geduld. Die Behandlung kann sich sechs bis acht Wochen hinziehen. Auf die Selbstbehandlung verzichten sollte man, wenn sich eine Warze an „empfindlichen“ Stellen befindet – etwa in der Nähe des Auges oder an Schleimhäuten. Hier hilft der Hautarzt. Er kann oberflächliche Warzen mit einem einfachen Kältespray (Stickstoff) vereisen. Je nach Warzentyp reicht das aber nicht. Tief eingewachsene Warzen müssen chirurgisch entfernt werden. Der kleine Eingriff erfolgt entweder mit dem Skalpell, per Laser oder Diathermie.

Die Warze muss weg – aber wie?

  • Gewöhnliche Warze: Mit Warzenpflaster oder Tinktur aus der Apotheke behandeln.

  • Oberflächliche Warze: Kann auch der Arzt mit einem Kältespray vereisen und dann entfernen.

  • Schmerzende, ins Gewebe wachsende Dornwarze: Vom Hautarzt entfernen lassen.

  • Feigwarze im Genitalbereich: Unbedingt vom Arzt begutachten und entfernen lassen. Achtung: Ansteckungsgefahr für ihren Partner!

Generell sollten Sie Warzen niemals selbst mit einer Hautschere wegschneiden! Infektionsgefahr!

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