Wasser

Wasser für die Haut

Von Alexandra Grossmann · 2015

Ohne Wasser kann unsere Haut ihren Aufgaben nicht nachgehen – schon zehn Minuten nach Genuss des frischen Nass ist die positive Wirkung messbar. Neben Feuchtigkeit nehmen wir auch wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium oder Calcium über das Wasser auf, das wir trinken.

Zwei Drittel der Erdoberfläche bestehen aus Wasser, etwa 70 Prozent unseres Körpers bestehen aus Wasser. Wasser ist gesund – eine Binsenweisheit, die jedes Kind wissen sollte. Was aber nicht jeder weiß: Wasser ist besonders gut für unsere Haut. Denn sie selbst besteht zu 80 Prozent aus Wasser. Sie speichert rund ein Drittel der im Körper befindlichen Flüssigkeit. Zugleich ist unser Körper nicht in der Lage, viel lebensnotwendiges Wasser zu speichern. Wir müssen also ständig neues zuführen – und das möglichst, bevor wir Durst verspüren, denn das ist ein Alarmzeichen dafür, dass ein Mangel bereits besteht. Die Haut wiederum ist unser größtes Organ und erfüllt viele verschiedene Aufgaben. Mit einer Oberfläche von bis zu zwei Quadratmetern reguliert sie über Tastsinn, Wärme-, Kälte- und Schmerzrezeptoren unseren Kontakt mit der Außenwelt und schützt vor schädlichen Einflüssen.

Mehr Vitalität

Bereits 2006 wiesen Wissenschaftler der Berliner Charité nach, dass das Trinken eines halben Liters Leitungswasser sich nach nur etwa zehn Minuten auf die Haut auswirkt: Die Durchblutung ist besser, damit die Zufuhr von Sauerstoff erhöht, und damit auch der Stoffwechsel aktiver. Dieser vitalisierende Effekt macht sich langfristig auch optisch bemerkbar: Die Haut sieht frischer aus, wir haben einen guten Teint.
Kein Wunder: Nur mit ausreichend Flüssigkeit versorgt, können die Zellen unserer Haut ihre Aufgaben erfüllen, sonst drohen Cellulite und Pickel – selbst Falten und Runzeln werden weniger, wenn wir die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlene Menge von 1,5 Litern täglich trinken. Auch die Funktion der Enzyme nimmt zu, die Struktur der Hornschicht verbessert sich. Nicht umsonst bestehen die meisten Cremes und Lotionen aus Wasser und Zusätzen, welche der Haut Feuchtigkeit zuführen und sie dort binden. Tiefere Hautschichten aber können nur von innen mit Flüssigkeit versorgt werden – geschieht dies nicht oder nicht in ausreichender Menge, verliert die Haut an Spannkraft, Elastizität und Vitalität.

Vorsicht vor Schadstoffen

Nun ist aber Wasser nicht gleich Wasser: Die Sorten unterscheiden sich teils stark, manche können sogar Schadstoffe wie Uran oder Arsen enthalten. Deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen, zu welchem Wasser wir greifen. Hilfreich sind hier zum Beispiel die Analysen der Verbraucherschutzorganisation Stiftung Warentest, die zuletzt 2012 einen Mineralwasservergleich mit einer mikrobiologischen Untersuchung durchgeführt hat.
Zu den verschiedenen Wassersorten zählen Tafelwasser, das meist aus Leitungswasser mit Zusätzen wie Mineralien, Kohlensäure und Salz beigefügt sind und Sodawasser, das mindestens 570 Milligramm Natrium pro Liter enthält. Leitungswasser stammt aus Grund- und Oberflächenwasser, sodass es teilweise gereinigt werden muss, bevor es getrunken werden kann. Die größten Unterschiede gibt es beim Mineralwasser: Es ist Quellwasser, das in Flaschen abgefüllt und nicht verändert werden darf, mit Ausnahme des Entzugs von Schwefel oder Eisen sowie der Zufuhr von Kohlensäure. Die Zusammensetzung des jeweiligen Quellwassers kann sehr unterschiedlich sein, denn es kommt aus den Tiefen der Erde und enthält oft eine Vielzahl von Mineralien, die sich aus den Gesteinsschichten in ihm angereichert haben, daher ist es häufig für den menschlichen Organismus besonders gesund. Manchmal ist die heilende Wirkung wissenschaftlich nachgewiesen, dann gilt es als Heilwasser und fällt unter das Arzneimittelgesetz.

Jede Menge Mineralien

Mineralien wirken auf die Prozesse in unserem Körper – Magnesium, Calcium und Kalium können in ausreichender Menge über das richtige Wasser aufgenommen werden. Menschen, die empfindlich sind, sollten aber vorsichtig sein: viel Natrium und Kalium kann zu Nierenproblemen und Bluthochdruck führen. Ärzte empfehlen daher häufig natriumarmes Wasser. Säuglinge sind sehr empfindlich, Wasser, das sie bekommen, unterliegt besonderen Auflagen und trägt das Etikett „Geeignet zur Zubereitung von Säuglingsnahrung“. Es enthält mit weniger als zehn Milligramm besonders wenig Nitrit und mit unter 20 Milligramm weniger Natrium als gewöhnliches Wasser. Auch Senioren sollten auf das geeignete Trinkwasser achten. Als Prophylaxe gegen Osteoporose und für die Stabilität von Knochen und Zähnen ist ein calciumreiches Wasser mit mindestens 150 Milligramm pro Liter empfehlenswert.

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