Gesundheit

Sonnenschutz: War da was?

Von Mike Paßmann · 2015

Wer vor 1980 geboren ist, hat diese Erinnerung vielleicht noch: an lange Nachmittage im Schwimmbad, Fußballspielen in der Sonne nur in kurzen Hosen, an ausgedehnte Sonnenbäder am Urlaubsstrand – ganz ohne Sonnenschutz. Vielleicht trugen die Eltern einmal am Tag ein wenig Sonnenmilch auf, Schutzfaktor sechs.

Unweigerlich stand am Ende solcher Tage ein gehöriger Sonnenbrand, den man aber zu ertragen hatte, der gar als Zeichen besonderer Heldenhaftigkeit im Angesicht des Zentralgestirns galt. Heute mutet solch Verhalten wie reiner Irrsinn an. So schön das mit der Sonne auch ist: Verbrennt sie die Pelle, ist der Hautkrebs nicht weit, auch wenn „weit“ in diesem Fall mehrere Jahrzehnte bedeuten können. Jedem zweiten Europäer über 60 droht Hautkrebs, zum größten Teil Folge mangelnden Schutzes vor UV-Strahlung.

Was früher als gesunde Bräune galt, wird heute als Gefahr erkannt. Endlich. Deshalb ist es keineswegs übertrieben, wenn zur Standardausrüstung jedes Kindergartens eine Batterie Sonnencremeflaschen mit Schutzfaktor 50 gehört. Und auch jeder Erwachsene sollte seine Haut nicht ungeschützt zu Markte tragen. Sonne ist wichtig – Vitamin D, Serotonin! – aber das Vergnügen wird schnell zum Albtraum. Deshalb, im Sinne eines langen Lebens: Lieben Sie die Sonne. Aber lieben Sie auch ihre Gesundheit. Machen Sie es nicht unter Schutzfaktor 50!

Verwendung von Sonnenschutzmitteln und Apothekenumsatz. Quelle: IMS Health, 2013
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