Prävention & Pflege

Selbstbewusst gegen Neurodermitis

Von Horst Wierstraat · 2017

Ein Arzt führt einen Allergietest am Arm eines Patienten durch
Allergieauslösern auf der Spur

An Neurodermitis Erkrankte wissen: Viele Faktoren können zu einer Verschlimmerung ihrer Symptome beitragen. Gleiches gilt aber in umgekehrter Richtung: Wer bestimmte Einflüsse meidet und seine Haut mit der richtigen Pflege versorgt, trägt entscheidend dazu bei, die Krankheit unter Kontrolle zu halten.

Von Neurodermitis Betroffene haben eine besonders sensible Haut, deren Schutzfunktion herabgesetzt ist. Deshalb kann sie sich wesentlich schlechter gegen Außenreize schützen als eine gesunde Epidermis. Um Entzündungen zu vermeiden, gilt es für die Patienten, auch über die ärztliche Therapie hinaus einen ganz persönlichen Schutzwall für ihre Haut hochzuziehen. So können zum Beispiel verschiedene Umwelteinflüsse dazu beitragen, dass sich die Erkrankung verschlimmert. 

Welche das sind, ist bei fast jedem Betroffenen individuell verschieden. Das können beispielsweise bestimmte Nahrungsmittel wie Orangensaft, Gewürze oder reife Tomaten sein. Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker können ebenfalls zu Neurodermitis-Triggern werden. Einige Neurodermitiker reagieren zudem höchst empfindlich auf Hausstaubmilben, Tierhaare oder Pollen. Darüber hinaus können bestimmte Duftstoffe, beispielsweise in Waschmitteln oder Seifen und verschiedene Textilien wie Wollfasern, die qualvollen Neurodermitis-Symptome verschlimmern. 

Linderung durch Vermeidung

Karenz, also der Verzicht auf bestimmte Stoffe, kann einigen Erkrankten deshalb erhebliche Linderung bringen. Wer beispielsweise eine bestimmte Seife oder ein Waschmittel in Verdacht hat, sollte deshalb auf ein anderes Produkt umsteigen und so einfach ausprobieren, ob sich dieser Verdacht bestätigt. Das funktioniert ebenfalls bei Kleidung: Der Verzicht auf Wolle und das Tragen von glatten Stoffen oder Spezialwäsche kann den quälenden Juckreiz unter Umständen mildern. Bei Lebensmitteln kann zu viel Eigeninitiative hingegen schaden. Denn wer aus einem reinen Verdacht heraus auf viele Lebensmittel verzichtet, riskiert unter Umständen Mangelernährung. Besser ist es, den Verdacht mit einem Arzt zu besprechen und entsprechende Allergietests durchführen zu lassen. Tests verschaffen Klarheit darüber, ob eine Empfindlichkeit gegen Hausstaubmilben, Tierhaare oder Pollen besteht.

Wohltuende Pflege

Winterliches Klima ist ein weiteres Reizthema für die Haut: Deshalb sollten Betroffene ihre Haut besonders während der kalten Jahreszeit mit feuchtigkeitsspendenden und rückfettenden Cremes und Salben pflegen, die am besten ohne Konservierungs- und Duftstoffe auskommen. Erst vor Kurzem haben Dermatologen nachgewiesen, dass auch die Haut Bitterstoffrezeptoren hat. Neuartige Pflege mit pflanzlichen Bitterstoffen nutzt diesen Effekt für sich und stimuliert dadurch unter anderem den gesunden Hautstoffwechsel. Andere Cremes setzen auf den Zusatz von Harnstoff für die Behandlung von Neurodermitis geplagter Haut. Öle hingegen sind in den meisten Fällen keine gute Wahl, da sie weniger gut in die Haut eindringen können.

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