Pflege

Schutzbedürftig

Von Eva Herzog · 2014

Im Dschungel der angebotenen Cremes, Seren, Packungen und Peelings kann man schon mal den Überblick verlieren. Wer auf der Suche nach der richtigen Pflege seinen Hauttyp kennt, hat gute Voraussetzungen die Creme zu finden, die zu einem passt.

Wer viel trinkt, ausreichend schläft und sich ausgewogen, ohne frittierte, stark gewürzte oder gezuckerte Speisen ernährt, legt die Grundlage für eine gesunde, schöne Haut. Doch auch unter diesen Voraussetzungen kann jeder Hauttyp seine Macken haben. Ob Pickelchen oder trockene Hautschuppen – Abhilfe schafft hier die passende Pflege. Wer eine trockene, kleinporige Haut hat, braucht neben einer milden Reinigungsmilch eine Creme, die der Haut das richtige Maß an Fett bringt. Jojobaöl und Arganöl wirken hier stark rückfettend und schützen die Haut vor Austrocknung und damit auch vor vorzeitiger Faltenbildung.
Eine Feuchtigkeitscreme hingegen ist eher bei normaler Haut ratsam. Ein wahrer Feuchtigkeitsquell ist dabei Aloe vera Barbadensis, eine ursprünglich von den Kanarischen Inseln stammende Pflanze, die antibakteriell wirkt und der Haut sehr viel Feuchtigkeit spendet. Im Gegensatz zum Sommer, wenn die Haut nach Feuchtigkeit und Lichtschutzfaktoren lechzt, ist im Winter oder in Skigebieten eine Feuchtigkeitscreme jedoch nicht ratsam. Die Wasseranteile in der Haut können bei niedrigen Außentemperaturen zu Erfrierungen führen. Hier sind Cremes mit Fettanteil wichtig, um die Haut zu schützen.

Fettige Haut braucht Creme ohne Fett

Wer an fettiger oder unreiner Haut leidet, sollte sie mit Seife oder Syndets waschen, die nicht rückfettend wirken. Gesichtswässer helfen zudem, durch antibakterielle Zusätze die Haut von überschüssigem Fett zu befreien und Hautunreinheiten zu bekämpfen. Die größte Herausforderung ist wohl der Mischhaut-Typ, denn er hat in der Regel zwei Hauttypen: Die sogenannte fettige T-Zone, die sich über Stirn, Nase und Kinn erstreckt, und der Rest des Gesichts, der eher dazu neigt, trocken zu sein. Hier sind milde Waschgels oder Reinigungslotionen sowie die passende Creme für Mischhaut wichtig, um ausgleichend zu wirken.

Empfindliche Haut braucht sensible Pflege

Hat man die passende Tagescreme gefunden, geht die Suche nach der Augen- oder Nachtcreme weiter. Wobei eine Nachtcreme nicht für jedermann notwendig ist, vielen tut es auch gut, wenn sich die Haut im Schlaf ohne Creme erholen kann.
Wer unter sehr empfindlicher Haut leidet, kann häufig bei den Herstellern von Naturkosmetik fündig werden, die auf allergieauslösende Mineralöle oder Duftstoffe verzichten und milde Ingredienzien wie Calendula, Avocado oder Kamille verwenden. Wer an Neurodermitis oder Psoriasis (Schuppenflechte) leidet, sollte sich beim Hautarzt beraten lassen. Generell zeigen sich Cremes mit Urea, dem sehr feuchtigkeitsspendenden Harnstoff, sehr verträglich und wirksam. Bei Neurodermitis sind Salben mit Kortison zwar wirkungsvoll, aber auch nicht ohne Nebenwirkungen. Da lohnt es sich für die tägliche Anwendung, Lotionen mit Nachtkerzensamenöl oder Traubenkernöl zu testen. Sie enthalten hautverwandte Lipide, durch die die Hautbarriere stabilisiert und regeneriert werden kann.

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