Früherkennung

Regelmäßige Untersuchungen wichtig

Von Sebastian Juha Richter · 2016

Der schwarze Hautkrebs ist eine der gefährlichsten Krebsarten. Wird er früh erkannt, ist er meist gut heilbar. Regelmäßige Selbstuntersuchungen sowie das Festhalten von Veränderungen sind wichtige Bestandteile der Hautkrebsvorsorge.

Die Haut ist unser größtes Organ. Sie ist eineinhalb bis zwei Quadratmeter groß und bekleidet wichtige Funktionen in der Abwehr von Gefahren für unseren Körper. Durch veränderte Freizeitgewohnheiten und ein Schönheitsideal, das braune Haut erstrebenswert erscheinen lässt, ist die Haut nun aber selbst zunehmend einer großen Gefahr ausgesetzt: Hautkrebs – oft ausgelöst durch die uv-Strahlung der Sonne – nimmt in jüngster Zeit immer mehr zu. Umso wichtiger ist besonders für häufige Sonnenbader und Menschen mit vielen Leberflecken eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge. Im Gegensatz zu anderen Krebsarten können erste Untersuchungen hier relativ einfach mit bloßem Auge und durch Abtasten erfolgen. Das Ziel ist es, potenziell gefährliche Veränderungen der Haut noch vor der Entwicklung zum Krebs zu erkennen oder zumindest den Krebs schon im Frühstadium zu diagnostizieren, in dem er noch relativ leicht zu therapieren ist. Erfolgt die Diagnose des schwarzen Hautkrebses erst in einer fortgeschrittenen Phase, sinken die Heilungschancen dagegen rapide.

Früherkennung ab 35 Jahre

Eine professionelle Hautkrebsfrüherkennung beim Arzt wird von den gesetzlichen Krankenkassen ab einem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre übernommen. Sie kann entweder von einem entsprechend fortgebildeten Allgemeinmediziner, also eventuell sogar vom eigenen Hausarzt, oder von einem Hautarzt durchgeführt werden. In der Arztpraxis wird im Rahmen der Früherkennung eine Ganzkörperuntersuchung der Haut auf sichtbare Veränderungen vorgenommen. Dies beinhaltet auch die Kopfhaut, die Schleimhäute und etwaige Hautfalten. Vom Patienten beobachtete Veränderungen sollten bei dieser Gelegenheit auf jeden Fall mitgeteilt werden. Wenn der untersuchende Arzt nicht selbst ein spezialisierter Dermatologe ist, wird bei Auffälligkeiten eine Überweisung erfolgen. Im Zweifelsfall kann dann auch eine Gewebeprobe entnommen und feingeweblich (histologisch) untersucht werden.

Selbst auf Hautveränderungen achten

Neben diesem gesetzlichen Früherkennungsprogramm ist es aber wichtig, selbst aufmerksam auf Veränderungen der Haut zu achten. Die Deutsche Krebshilfe empfiehlt, einmal monatlich eine solche Selbstuntersuchung gründlich von Kopf bis Fuß durchzuführen. Ein besonderes Risiko tragen Menschen, die einzelne auffällige Leberflecke oder über 40 Stück davon haben, angeborene Pigmentmale tragen, deren Haut chronisch uv-geschädigt ist oder die bereits Hautkrebs hatten oder Vorstufen davon haben. Wichtig bei der Selbstuntersuchung sind gute Lichtverhältnisse. Einfacher ist es gemeinsam mit dem Partner, aber auch ein Handspiegel kann helfen, schwer einsehbare Hautpartien zu begutachten. Keine Region sollte dabei ausgelassen werden. Das gilt auch für Kopfhaut und Ohren, Achseln, Hände und Fingerzwischenräume, Gesäß und Genitalbereich sowie Füße mitsamt der Sohlen und Zehenzwischenräume.
Um auffällige Hautveränderungen zu erkennen, kann man sich an der abcde-Regel orientieren. Das A steht für Asymmetrie. Es meint eine unregelmäßige Form des Muttermals mit zwei verschiedenen Hälften. Das B steht für Begrenzung. Ist die Grenze des Pigmentfleckens zur umliegenden Haut unscharf oder gibt es zungenförmige Ausläufer oder Einbuchtungen, gilt dies als Auffälligkeit. Das C meint Color, also die Farbe des Muttermals. Bösartige Melanome sind oft uneinheitlich gefärbt und haben dann etwa besonders dunkle, aber auch helle Flecken. Das D steht für Durchmesser oder Dynamik. Frühere Versuche, hier einen exakten Grenzwert der Größe für einen gefährlichen Durchmesser zu nennen – wie über dreioder über sechs Millimeter –, blieben uneinheitlich. Neue Ansätze definieren deshalb das D als Dynamik um und lenken die Aufmerksamkeit darauf, ob der Leberfleck schnell wächst. Das E steht schließlich für Erhabenheit. Ist der Fleck nicht flach, sondern steht deutlich aus der Haut hervor, ist ebenfalls Vorsicht geboten. Wenn eines oder mehrere dieser Kriterien erfüllt sind, besteht noch kein Grund zur Panik. Die auffälligen Hautpartien sollten aber dem Hautarzt zur Abklärung gezeigt werden. 

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