Trockene Haut

Mit gezielter Pflege dem Winter trotzen

Von Elke von Rekowski · 2017

Junge geht im Winterwald mit seinem Hund spazieren

Lange Spaziergänge im Winter? Was der Seele guttut, ist für die Haut echte Schwerstarbeit. Bereits bei Temperaturen von unter acht Grad Celsius kann unsere Epidermis aus dem Gleichgewicht geraten und benötigt Unterstützung, um ihren Schutzmantel aufrechtzuerhalten. Auch trockene Heizungsluft setzt der Haut zu.

Trockene, warme Luft im Haus, klirrende Kälte draußen: Das stresst die Haut und lässt sie brüchig und trocken werden. Sie juckt, spannt und schuppt sich und kann ihre natürliche Schutzfunktion nicht mehr aufrechterhalten. Eine gesunde Haut verhindert als größtes Organ des menschlichen Körpers das Eindringen von Keimen, schützt vor Hitze und Kälte und nicht zuletzt vor einem Feuchtigkeitsverlust. Maßgeblich dafür verantwortlich ist die Epidermis, die oberste Hautschicht. Auf ihrer Oberfläche bilden Talg- und Schweißdrüsen einen natürlichen Schutzfilm, die sogenannte Lipidschicht, die vor Austrocknung schützt. Im Winter kann dieser Schutz jedoch außer Kraft gesetzt werden. Bei großer Kälte oder starken Temperaturschwankungen produziert die Haut immer weniger Talg und Schweiß. Mit der Zeit wird die Lipidschicht beschädigt, die darunter liegende Feuchtigkeit verdunstet und die Haut trocknet aus. In der Folge haben Krankheitserreger wie Viren, Bakterien und Pilze leichtes Spiel. 

Schleuserfunktion für eine starke Haut 

Kritisch wird es bei Temperaturen ab minus acht Grad Celsius – und bei starkem Wind kann sich bereits null Grad wie minus acht Grad anfühlen. Spätestens wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken, ist es wichtig, die Haut mit Extrapflege zu unterstützen: Fett als Kälteschutz sowie Feuchtigkeit für den Flüssigkeitsausgleich. Als ideal haben sich Wirkstoffkombinationen mit Urea erwiesen. Urea ist ein – heute synthetisch produzierter – Harnstoff. Hoch dosiert dringt er in das Hornschichtgewebe der Epidermis ein, speichert und absorbiert dort Wasser. So wird die Haut von innen mit Feuchtigkeit versorgt und erhält ihre natürliche Schutzfunktion zurück. Urea kann mit weiteren Wirkstoffen kombiniert werden, zum Beispiel mit Glycerin, das für seine hohe Wasserspeicherung bekannt ist. Dexpanthenol, Milchsäure und Hyaluronsäure schützen die Haut ebenfalls vor Austrocknung und pflegen zugleich. Auch Mandel- und Jojobaöl können mit ihren Fettsäuren dabei helfen, geschädigte Haut zu reparieren.

Empfindliche Haut stark machen

Bei chronischen Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Psoriasis ist eine intensive Pflege auch zwischen den Schüben entscheidend, um die Schutzbarriere der Haut zu stabilisieren. Der Haut regelmäßig die benötigte Basispflege von außen zuzuführen, kann auch hier dabei helfen, den Feuchtigkeitshaushalt zu regulieren und die natürliche Barriere zu stärken – beste Voraussetzungen,  um dann den Winterspaziergang wieder voll und ganz zu genießen.

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