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Fokusinterview

„Hautkrebs verhindern – Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an“

Von Almirall Hermal GmbH · 2016

Die Deutschen sind ein Volk von Sonnenanbetern. Dass dauerhafte Sonnen­einstrahlung die Haut schädigen kann, ist vielen Menschen zwar klar, aber Braunsein hat noch immer einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert. Dr. med. Claas Ulrich, Oberarzt an der Hautklinik der Charité in Berlin, erläutert Risiken und Therapieverfahren.

Viele Deutsche mögen das regelmäßige und ausgiebige  Bad  in der Sonne, sei es auf der Sonnenbank oder am  Strand. Welche Folgen kann das für unsere Haut haben? 

Es können sowohl kurz-, als auch langfristige Folgen auftreten. Akut kann es unter anderem zu Sonnenbrand oder Sonnenallergien kommen langfristig steigt bei Menschen mit solchem Risikoverhalten die Hautkrebsrate.

Warum sollten Veränderungen der Haut nicht auf die leichte Schulter genommen werden? 

Hautkrebs, und ganz typisch ist das für den schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) und das Basalzellkarzinom, kann prinzipiell überall an der Haut auftreten. Andere Hauttumore, besonders die sogenannten Plattenepith­elkarzinome und ihre Frühformen, die aktinischen Keratosen, treten jedoch typischer Weise an den sogenannten Sonnenterrassen des Körpers, also Gesicht, Kopf, Unterarme und Hände auf. Bei aktinischen Keratosen kann es Jahre dauern, bis aus diesen noch oberflächlichen, dafür aber größere Flächen einzunehmenden Hautveränderungen ein einwachsendes Plattenepithelkarzinom wird.

Was genau versteht man unter Akti­nisch­en Keratosen und welche Symptome treten hierbei auf? 

Aktinische Keratosen beziehen sich auf krankhafte Veränderungen der obersten Hautschicht, der Epidermis. Sie haben noch keinen Zugang zu Blut- oder Lymphgefäßen und können deshalb nicht streuen. Betroffene Hautflächen werden von den Patienten oft als „Sandpapier-artig“ rau bechrieben. Die Farbe dieser Keratosen ist zumeist gelblich-bräunlich. Sehr dünne, initiale aktinische Keratosen können sich in den Wintermonaten oft spontan etwas zurückbilden, sodass viele Patienten das Gefühl haben, der Körper komme damit schon selber klar und eine Behandlung sei hier nicht notwendig. Von Jahr zu Jahr bilden sich dann immer weniger Keratosen zurück und irgendwann kann sich aus den unbehandelten aktinischen Keratosen sogar ein Plattenepithelkarzinom bilden.

Wer ist besonders gefährdet? 

Neben den Freizeit-Sonnenanbetern, vor allem Menschen, die unter freiem Himmel arbeiten und ständig der Sonne ausgesetzt sind. Das sind unter anderem Kindergärtner, Bauarbeiter, Landwirte und Sportlehrer. Bei ihnen kumuliert sich die Sonnendosis über die Jahre, schädigt die Haut.

Was passiert, wenn Aktinische Keratosen unbehandelt bleiben? 

Da die Haut nichts vergisst, kommt es von Jahr zu Jahr zu einer weiteren Ausdehnung der aktinischen Keratose. Die Stellen werden nicht nur dicker und krustiger sondern sie können punktuell in tiefere Hautschichten einwachsen. Daraus kann im schlimmsten Fall weißer Hautkrebs in Form von Plattenepithelkarzinomen werden, der dann sogar metastasieren kann. Während wir solche Tumoren früher eher bei sehr alten Menschen gesehen haben, sind heute auch schon jüngere Patientengruppen betroffen.

Ist Aktinische Keratose therapierbar? 

Aktinische Keratosen gehören zur Gruppe der hellen Hautkrebsformen und stellen eine Frühform des Plattenepithelkarzinoms dar. Sie sind unter anderem mit lokal destruierenden Behandlungen wie Laser, dem einfachen „Abkratzen“ (Kürettieren) oder Vereisen therapierbar. Allerdings greifen diese Therapien häufig zu kurz. Bildlich gesprochen wird nur die Spitze des Eisbergs abgetragen, was tief in der Haut sitzt und relevant ist, verbleibt dort jedoch und wächst wieder zu einer neuen aktinischen Keratose oder sogar einem Plattenepithelkarzinom heran. Wichtig ist also, diese punktuellen Therapien besonders krustiger Aktnisch­er Keratosen immer mit einer modernen Flächentherapie zu kombinieren.

Gibt es weitere Therapien? 

Ja. Derzeit sind in Deutschland spezielle Gele und Cremes zugelassen, mit denen sich nicht nur einzelne Läsionen sondern auch Flächen behandeln lassen. Diese Therapien sind in der Regel langfristig angelegt, um das Tumorwachstum zu hemmen und gleichzeitig Nebenwirkungen wie Schmerzen, Rötungen und Erosionen zu reduzieren. Insbesondere ältere Patienten wählen meist die gut verträglichen, länger dauernden Therapieverfahren, jüngere Menschen entscheiden sich auch für kürzere, nehmen dann eventuell stärker auftretende Nebenwirkungen in Kauf.
Möglich ist auch eine Kombination aus manueller Vorbehandlung der aktinischen Keratosen durch den Dermatologen gefolgt von der Anwendung einer Creme und der Bestrahlung mit Rotlicht. Diese Therapie wird allerdings in der Regel nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen.
Es ist wichtig darüber aufzuklären, dass es sich bei aktinischen Keratosen um eine chronische Hauterkrankung handelt, die bei den Patienten in den nächsten Jahren immer wieder auftreten wird und ein wirksames und möglichst schonendes Langzeitmanagement erfordert.

Welche innovativen Entwicklungen gab es in jüngster Zeit bei der Behandlung Aktinischer Keratosen? 

Da in Deutschland hunderttausende Patienten an ak­tinischen Keratosen leiden, ist in diesem Forschungsgebiet eine hohe Dynamik zu spüren. In diesem Bereich werden permanent neuartige Therapien entwickelt, optimiert oder neue Forschungen initiiert.
Oftmals war es schwer, Patienten von der Notwendigkeit zu überzeugen, einzelne, besonders krustig-keratotische Keratosen oder ganze Areale mit eher dicken Keratosen mittels einer Vereisungstherapie, Laser oder Kürettage vor Einleitung einer Flächentherapie zu behandeln, damit es dort nicht zur Entstehung von frühen Plattenepithelkarzinomen kommt. Hintergrund für die Ablehnung waren oft die Entstehung von kleinen Narben, Pigmentierungsstörungen oder die Erinnerung an Schmerzen bei früheren, derartigen Abtragungen dickerer aktinischer Keratosen. Seit einiger Zeit steht uns hier ein Produkt zur Verfügung, welches nach einer kurzen Anleitung ganz bequem und einfach vom Patienten auf individuelle Läsionen und auch kleine Flächen aufgetragen werden kann. In diesem Präparat ist ein Wirkstoff enthalten, der die Hornoberfläche der Keratose schonend auflöst und somit die Kürette ersetzt. Der zweite Wirkstoff in diesem Produkt beseitigt die entarteten Zellen in der Keratose und ist durch die Wirkstoffkombination auch in der Lage in den tieferen Schichten der Keratose wirkungsvoll zu agieren. Wir kombinieren dieses Produkt dann bei Patienten die große Flächen dünnerer aktinischer Keratosen haben mit einer der klassischen Creme- oder Geltherapien für die Fläche und haben so unser therapeutisches Spektrum gegen aktinische Keratosen erweitert.

Wie lässt sich der Enstehung von Ak­tinischen Keratosen vorbeugen? 

Schutz vor direkter Sonnenbestrahlung durch Hut und Sonnenschirm und die Anwendung von hochwertigen Lichtschutzpräparaten stehen hier an erster Stelle. Sonnencremes mit UVA- und UVB-Schutz sollten immer in ausreichender Menge auf die Hautfläche aufgetragen werden. Zusätzlich sind regelmäßige Eigenuntersuchung in Kombination mit dem „Hautkrebscheck“ durch den Hautarzt 
empfehlenswert.

Kontakt

Almirall Hermal GmbH
Scholtzstraße 3
21465 Reinbek
Web: www.almirall.de

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