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Fokusinterview

„Es ist Vorsicht geboten beim Sonnenbad“

Von Almirall Hermal GmbH · 2016

Die Fachärztin für Dermatologie Dr. Martina Ulrich ist Expertin für Dermatoonkologie und hochspezialisierte Diagnostikverfahren. Sie erklärt die wichtigsten Aspekte der Aktinischen Keratose, die als Frühform von hellem Hautkrebs gilt.

Wie kommt es dazu, dass sich auf unserer Haut eine Aktinische Keratose bilden kann? 

Sie entsteht vor allem durch häufige, kumulierte Sonneneinstrahlung. Es trifft Patienten, die oft draußen sind oder an der frischen Luft arbeiten. Typischerweise sind Gärtner oder Fahrradfahrer betroffen. Die Aktinische Keratose kommt vor allem durch unterschwellige Sonnenstrahlen zustande, die über den Lauf der Jahre auf die Haut treffen. Die Patienten behaupten häufig, sie hätten ja keinen Sonnenbrand gehabt, und glauben deshalb, sie bekommen auch keine Aktinische Keratose. Dem ist leider, auch aufgrund von veränderten Umweltbedingungen, nicht so.

Was passiert bei Aktinischer Keratose mit der Haut? 

Die lang andauernde Einwirkung von UV-Strahlen verursacht Zellschäden, die sich auf den Zellen der oberen Hautschicht bilden. Ab einem bestimmten Zeitpunkt werden die Schäden nicht mehr repariert. Die geschädigten Zellen sammeln sich an und entarten dann bösartig.

Welches sind die Symptome, die die Patienten bemerken? 

Am Anfang sehen die Patienten nur rote Flecken, die nicht weggehen. Ganz typisch ist, dass wenn man diese Stellen anfasst, sie sich anfühlen wie Sand- oder Schleifpapier, sie sind ganz rau. Es fühlt sich ganz anders an als normale trockene Haut, die man manchmal im Gesicht hat. Ein Hinweis ist auch, dass es meistens mehrere solche Stellen sind, die sich bilden.

Gibt es verschiedene Formen von Aktinischer Keratose? 

Die gibt es zwar, sie sind aber für den Patienten nicht ersichtlich. Für ihn unterscheiden sie sich nur im Aussehen und im Grad der Verhornung. Was dem zugrunde liegt, ist ja, dass die Zellen unkontrolliert verwachsen und verhornen. Es gibt auch Fälle von dicken, schuppigen Stellen auf der Kopfhaut oder im Gesicht.

Wie stellt der Arzt die Diagnose? 

Es ist meistens eine klinische Diagnose. Wenn man einen typischen Befund hat, muss man nicht immer eine Probe nehmen. Das macht man dann, wenn man sich nicht sicher ist, ob es schon Krebs ist. Denn eine Aktinische Keratose kann zu einem Plattenepithelkarzinom werden. Diese sind oft erhaben und schmerzhaft. Gerade wenn der Patient anmerkt, dass die entsprechenden Stellen schmerzen, ist dies für den Dermatologen ein wichtiges Zeichen, dass er eine Probe nehmen und er diesen Fall abklären muss.

Aktinische Keratosen – mit freundlicher Genehmigung: Dr. Martina Ulrich, Berlin

Wie schaut die Therapie aus, wenn eine Aktinische Keratose festgestellt wurde? 

Es gibt verschiedene Therapieformen. Entscheidend ist, ob das Krankheitsbild nur an einer einzelnen oder an multiplen Stellen vorliegt. Im Falle einer Einzelläsion wird diese im Rahmen einer läsionsgerechten Therapie wahlweise einfach herausgeschnitten, vereist oder mit dem Laser behandelt. Meistens haben die Patienten aber viele Stellen, vergleichbar mit Schollen auf einem Eismeer. Das Problem dabei: Als Dermatologe sieht man zwar, was auf der Oberfläche ist, nicht aber, was darunter. Deshalb ist es ratsam, immer flächig zu behandeln. In diesem Fall kommen diverse Gels, Cremes oder Salben infrage, die breit aufgetragen werden können.

Was raten Sie Patienten, die gegen Aktinische Keratose vorbeugen möchten? 

Ich rate vor allem zu einem vernünftigen Umgang mit der Sonne. Das bedeutet, dass man draußen eine Kopfbedeckung tragen und die Zeiten von besonders hoher UV-Strahlung meiden sollte. Eine Fahrradtour in den Mittagsstunden beispielsweise ist nicht sonderlich ratsam. Diese auf den Morgen oder in die Abendstunden zu verlegen, kann das Erkrankungsrisiko signifikant verringern. Zudem ist das auch für den Kreislauf viel gesünder. Diese besondere Vorsicht betrifft aber auch jüngere Menschen. Man sollte sich immer vor Augen halten, dass sich die Haut jeden Kontakt mit der Sonne merkt. Die Auswirkungen der Sonnenstrahlen sammeln sich über die Jahre hinweg. Man kann allerdings sehr viel tun, selbst wenn man schon Aktinische Keratose hat. Wer sich auch dann noch gut vor der Sonne schützt, kann viel erreichen.

Kontakt

Almirall Hermal GmbH
Scholtzstraße 3
21465 Reinbek
E-Mail: info@almirall.de
Web: www.almirall.de

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